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AML-Compliance für Steuerberater: Wann die Pflicht greift und wie sie sich effizient erfüllen lässt

30. Juni
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Juli

Steuerberater unterliegen einer der differenziertesten AML-Regelungen im DACH-Raum: nicht jedes Mandat begründet AML-Pflichten, aber viele Mandate, die auf den ersten Blick rein steuerlich erscheinen, tun es. Wer den Schwellenpunkt nicht systematisch erkennt, baut strukturelle Lücken in seine Kanzlei ein.


Wann ein Mandat AML-pflichtig wird

Die reine Steuererklärung ist in der Regel nicht AML-pflichtig. Die Pflicht greift, sobald das Mandat über die rein deklaratorische Tätigkeit hinausgeht:

  • Transaktions- und Gestaltungsberatung (Immobilien, Unternehmensanteile, M&A)

  • Gründungsberatung - insbesondere mit grenzüberschreitendem Bezug oder komplexen Strukturen

  • Treuhandmandate und Anderkonten-Verwaltung

  • Beratung zu Kapitalanlagen und Vermögensstrukturierung

  • Steuerstrafrechtliche Verteidigung in Geldwäsche- oder Steuerhinterziehungsverfahren

Der Übergang ist fließend. Im Zweifel gilt: prüfen und dokumentieren - die Pflicht wird vermutet, wenn das Mandat in einem AML-relevanten Bereich liegt.


Drei typische Fehler in Steuerkanzleien

In der Praxis sehen wir drei strukturelle Schwachstellen:

Erstens: Annahme, die Kanzleisoftware erledigt die AML-Prüfung. DATEV, BMD und vergleichbare Systeme verwalten Mandate, sie führen aber keine eigenständigen AML-Checks durch. KYC, UBO, PEP-Screening sind nicht Teil der Standardfunktionalität.

Zweitens: Einmalige Onboarding-Prüfung. AML ist laufende Sorgfalt. Bei Änderungen in der Mandantenstruktur, neuen Gesellschaftern oder relevanten Transaktionen muss erneut geprüft werden und dokumentiert sein.

Drittens: Lückenhafte Dokumentation. Im Audit-Fall müssen Sie jeden Schritt nachweisen können, nicht nur das Ergebnis. Notizen, Screenshots und manuelle Vermerke ergeben keinen revisionssicheren Audit-Trail.


Verschwiegenheit und AML in Kanzleien

Wie bei Anwälten gilt: Die berufsrechtliche Verschwiegenheit ist mit AML-Pflichten vereinbar, weil sich beide auf unterschiedliche Ebenen beziehen. AML-Tools wie Autracon arbeiten auf der Identifikations- und Strukturebene des Mandanten, nicht auf der inhaltlichen Ebene des Mandats. Mandatsinhalte bleiben geschützt.


Wie Autracon Kanzleien entlastet

Autracon integriert sich in den Onboarding-Prozess und liefert pro neuem Mandanten einen vollständigen AML-Check als revisionssicheren Bericht. Der Mandant erhält einen Upload-Link, füllt seine Daten strukturiert aus, der Bericht landet in der Mailbox des verantwortlichen Beraters. Mehrnutzerlizenzen für Kanzleien mit zentraler Administration sind verfügbar.

Manuell pro Mandant: typisch eine Stunde. Mit Autracon: unter 5 Minuten - bei messbar höherer Dokumentationsqualität.


Fazit

AML-Pflichten für Steuerberater sind sektorspezifisch, differenziert und im Detail anspruchsvoll. Mit AMLAR und AMLA ab 2026 wird der Druck struktureller. Wer die Pflichten heute systemisch abbildet, eliminiert genau die Lücken, die in einer Aufsichtsprüfung kostspielig werden.

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