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Die AML-Aufsichtsprüfung: Wie Sie sich auf eine Behördenprüfung vorbereiten

vor 5 Tagen
2 Min. Lesezeit

Eine AML-Aufsichtsprüfung folgt einem vorhersehbaren Muster. Geprüft wird nicht, ob Sie AML für wichtig halten, sondern ob Ihre Pflichterfüllung dokumentiert nachweisbar ist. Wer die typischen Prüfpunkte kennt, kann sich in wenigen Tagen vorbereiten — wer sie nicht kennt, kann auch mit guter Praxis durchfallen.


Wer prüft eigentlich?

In Österreich sind je nach Sektor die Bezirksverwaltungsbehörden, die zuständigen Kammern oder die FMA zuständig. In Deutschland prüfen die von den Ländern bestimmten Aufsichtsbehörden nach § 50 GwG, im Finanzsektor die BaFin. Ab 2026 tritt die europäische Behörde AMLA hinzu, ab Juli 2027 gilt die EU-Geldwäscheverordnung AMLR unmittelbar.


Was typischerweise angefordert wird

  • Die unternehmenseigene Risikoanalyse in schriftlicher Form

  • Interne Arbeitsanweisungen und Sicherungsmaßnahmen

  • Nachweis der Mitarbeiterschulungen mit Datum und Teilnehmerliste

  • Eine Stichprobe abgeschlossener Kundenakten mit vollständiger Prüfdokumentation

  • Dokumentation der Risikoeinstufung je Fall und deren Begründung

  • Nachweis der PEP- und Sanktionslistenprüfung inklusive Prüfzeitpunkt

  • Benennung der verantwortlichen Person bzw. des Geldwäschebeauftragten


Die vier häufigsten Beanstandungen

Erstens: Keine oder veraltete Risikoanalyse. Der Klassiker — häufig existiert eine Vorlage, die nie auf das eigene Geschäftsmodell angepasst wurde.

Zweitens: Lücke zwischen Anweisung und Praxis. Die internen Vorgaben sehen verstärkte Prüfungen vor, in der Stichprobe findet sich davon nichts.

Drittens: Unvollständiger Prüfweg. Das Ergebnis ist vermerkt, aber nicht welche Quelle, wann abgefragt und mit welchem Datenstand.

Viertens: Fehlende laufende Überwachung. Geprüft wurde einmal beim Onboarding, danach nie wieder — obwohl sich Kundenstruktur oder Transaktionsverhalten verändert haben.


Vorbereitungscheckliste

  • Risikoanalyse aktualisieren und mit Datum sowie Freigabevermerk versehen

  • Zehn zufällige Kundenakten selbst prüfen — wäre der Prüfweg für einen Dritten nachvollziehbar?

  • Schulungsnachweise der letzten zwölf Monate zusammenstellen

  • Löschkonzept und Aufbewahrungsfristen dokumentieren

  • Eine benannte Ansprechperson für die Behörde festlegen


Häufige Fragen

Wird eine Prüfung angekündigt? In der Regel ja, mit einer Vorlauffrist. Unangekündigte Prüfungen sind bei konkretem Anlass möglich.

Was passiert bei Beanstandungen? Üblich sind zunächst Auflagen mit Umsetzungsfrist. Bei systematischen oder wiederholten Verstößen folgen Bußgelder und in schweren Fällen berufsrechtliche Konsequenzen.


Prüfungsfestigkeit entsteht im Alltag

Eine Aufsichtsprüfung bewertet Ihre Routine, nicht Ihre Vorbereitung. Autracon erzeugt für jeden Fall automatisch einen vollständigen, zeitgestempelten und versionssicheren Prüfbericht — identisch für jeden Mitarbeitenden, ohne zusätzlichen Aufwand im Tagesgeschäft.

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